Umzug mit dem Mietwagen – was ist zu beachten?

Umzug mit dem Mietwagen

Warum wird ein Mietwagen für den Umzug benötigt? Wer in der Stadt wohnt und daher zu Fuß zur Arbeit, zum Einkaufen und zur Verwandtschaft gelangt, der hat vielleicht keinen eigenen PKW. Möbel und Einrichtungsgegenstände können aber unmöglich alle per Hand zum neuen Wohnort transportiert werden. Für gewöhnlich bietet sich ein Umzugstransporter an und über ein solches Gefährt verfügen nur die wenigsten.

Zahlreiche Tipps und Tricks zum Umzug wurden auf www.umzug-checkliste.org zusammengefasst. Wir beschäftigen uns ausschließlich mit dem Transport der Einrichtungsgegenstände und Möbel mit dem Transporter.

Mietwagen: Größe, Gewicht und Kartons

Mietwagen werden bewusst in unterschiedlichen Größen und natürlich auch zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Wer seine Gegenstände schon eingepackt hat, der kann das benötigte Volumen am ehesten abschätzen. Je nach Länge der Strecke muss zudem abgewogen werden, ob es günstiger ist zweifach oder häufiger zu fahren oder einen größeren PKW zu mieten.

Grundsätzlich können die folgenden Volumen mit der Größe von Mietwagen in Verbindung gebracht werden:

  • 8 bis 9 Kubikmeter: 65 bis 75 Umzugskartons
  • 14 bis 15 Kubikmeter: 110 bis 120 Umzugskartons
  • 16 bis 17 Kubikmeter: 130 bis 140 Umzugskartons

Hierbei ist davon auszugehen, dass maximal drei Zimmer im größten Transporter Platz finden. Natürlich sind die Größe des Zimmers und die Menge der Einrichtungsgegenstände zu berücksichtigen, so dass die getätigten Angaben nur einen Richtwert darstellen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass bestimmte Gegenstände nur platzraubend befördert werden können. Eine Matratze zum Beispiel kann häufig nicht gerade aufgerichtet werden. Werden Objekte diagonal befördert, so verringert sich der vorhandene Raum für andere Gegenstände.

Packprofis freuen sich vielleicht darüber, dass sie den Mietwagen sehr voll beladen können. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass jeder Transporter eine „Nutzlast“ angegeben hat, welche als maximale Zuladung angesehen werden muss. Die zu transportierende Ladung ist aus der Addition von Zuladung und Mitfahrer zu erstellen.

So wird der Mietwagen richtig beladen!

Auch wenn sich die Arbeit dadurch vergrößert, sind die Möbel doch vor dem Transport in ihre Einzelteile zu zerlegen. So lassen sie sich nicht nur platzsparender transportieren, so werden auch leichter aus der alten und in die neue Wohnung befördert. Beschädigungen in Treppenhäusern oder am neuen Eigenheim werden so vermieden.

Möbelstücke sind bestenfalls mit Schutzfolie zu ummanteln oder mit Decken zu umwickeln. Werden diese an den Seiten des Transporters untergebracht, können diese mit einem Zugband dort fixiert werden. So bleibt der Raum in der Mitte für weiteres Transportgut verfügbar.

Kartons werden von der Rückwand beginnend aufgestapelt. Es ist hierbei wichtig, dass die schweren Kartons unten stehen. Hier kann bereits vorab eine Vorsortierung nach Gewicht erfolgen. Sperrige Möbelstücke, die nicht zerlegt werden können, finden schließlich im mittleren Bereich des Mietwagens Platz.

Große Elektrogeräte, wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Gefriertruhen sind anschließend aufzubringen. Sie stehen somit weit vorne und können am Bestimmungsort schnell wieder ausgeladen, eingeräumt und angeschlossen werden. Dies ist wichtig, da diese Geräte regelmäßig in Benutzung sind.

Zum Abschluss werden Pflanzen eingeräumt. Sie werden sie auch als Erstes wieder ausgeladen, um die Transportdauer der Lebewesen so gering wie möglich zu halten. Tiere und Kinder haben im Laderaum nichts zu suchen. Bestenfalls wird der Nachwuchs bei Verwandten untergebracht. Für Tiere gilt das gleiche. Diese können später im Auto, in einer zugehörigen Transportbox, befördert werden. Hierzu weiß der Tierarzt des Vertrauens im Zweifel Rat.

Für eine Beladung auf dem Dach darf das Transportgut hinten maximal 1,5 Meter über den Transporter hinausgehen. Vorne ist auf ein Überstehen zu verzichten. Schaut die Beladung hinten über einen Meter über das Fahrzeug hinaus, so ist eine Kennzeichnungspflicht vorgeschrieben. Eine rote Markierung (Schild oder Fahne) in den Maßen 30×30 cm hat sich hier als Standard etabliert. Diese Kennzeichnung ist natürlich auch verpflichtend, wenn das Transportgut aus dem Wageninneren herausragt.